Der Software-Cluster „Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen“

Der Software-Cluster, Gewinner beim Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, hat die technologische und methodische Erforschung und Entwicklung von Softwarelösungen für das digitale Unternehmen der Zukunft zum Ziel.
Derzeit erlebt die Software-Industrie einen Paradigmenwechsel hin zu offenen, dienstorientierten Softwareplattformen. Unternehmen können Dienstleistungen im zukünftigen Internet der Dienste leichter kombinieren und Geschäftsprozesse schneller, dynamischer und flexibler umsetzen – sie werden zu digitalen Unternehmen. Gleichzeitig kann die Kombination von leistungsstarken Lösungsansätzen die Funktionalität der Dienste erweitern. Bei der Adressierung zukünftiger Unternehmenssoftwarelösungen spielt das Konzept der „Emergenten Software“ eine entscheidende Rolle.
Emergente Software kombiniert dynamisch und flexibel eine Vielzahl von Komponenten unterschiedlicher Hersteller, um die hochkomplexen Anforderungen digitaler Unternehmen zu erfüllen. Emergente Software passt sich dynamisch an die Anforderungen aus dem Markt und im Geschäftsumfeld an (Adaptivität), unterstützt komplexe und dynamische Unternehmensnetzwerke (Agilität), und ermöglicht innovative Dienstleistungen im zukünftigen Internet. Emergente Software führt zu einem Innovationssprung in der Wertschöpfung. Anwender emergenter Software erhalten individuelle Lösungen „aus einem Guss“ – durch einfache Komposition von Standardlösungen mehrerer Anbieter.
In Deutschland sind weltweit bedeutende Hersteller von Unternehmenssoftware angesiedelt. Um diese international bedeutende Position der deutschen Volkswirtschaft im Bereich Unternehmenssoftware auszubauen und die Arbeitsplätze in diesem Bereich zu erhalten, haben sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen dieser Branche im Südwesten Deutschlands zum Software-Cluster zusammengeschlossen.
In sechs Projekten sollen sowohl der Cluster selbst (Management, Vernetzung, internationale Präsenz, Aus- und Weiterbildung, Verwertung) als auch die technologische und methodische Erforschung und Entwicklung von Softwarelösungen für das digitale Unternehmen vorangetrieben werden. Allein diese Projekte haben einen Gesamtumfang von über 80 Millionen Euro. Weitere Ziele sind die Ausbildung von 5.000 Fachkräften in 5 Jahren, die Gründung von 30 Firmen im Kernbereich des Clusters und die Ansiedlung führender ausländischer Unternehmen in der Cluster-Region rund um die Zentren Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf. Die IMC AG gehört dem Strategie-Board des Clusters an.
