Process Collaboration Platform PROWIT
Das Potential neuer Telekommunikationstechnologien für Planung, Implementierung und Ausführung von Geschäftsprozessen wird bei weitem nicht ausgeschöpft, da Kommunikationsdienste bisher nicht in die betriebswirtschaftlichen Anwendungen integriert sind.
In dem Vorhaben sollen bestehende Kommunikations- und Kooperationsdienste, insbesondere Web 2.0-Anwendungen, genutzt und erweitert werden, um einen neuen kontextabhängigen und ubiquitären Telekommunikationsdienst für das Geschäftsprozessmanagement zu entwickeln. Die kontextabhängige Steuerung der Kooperation und die Anbindung an die Geschäftsprozessanwendungen erfolgt über heterogene Sensoren.
Die IMC AG entwickelt in dem Projekt die Process Collaboration Platform - eine Wissenscommunity rund um Geschäftsprozesse bestehend aus einer Vielzahl von Einzeldiensten. Die Community integriert Lernen sowie Wissens- und Informationsaustausch mit in Unternehmen durchgeführten Geschäftsprozessen. Beispielsweise sollen Mitarbeiter entlang einer Supply Chain oder im Kundenmanagement bei der abteilungsübergreifenden Kommunikation und dem Wissensaustausch unterstützt werden.
Projektpartner auf Forschungs- und Entwicklungsseite sind das DFKI Saarbrücken, die IDS Scheer AG und die TU Darmstadt. Die Anwendung wird bei Unternehmen wie Kaeser Kompressoren aus Coburg und Hitachi erprobt.
Das Projekt startete im Januar 2009, ist auf drei Jahre angelegt und wird in zwei Phasen durchgeführt. Ziel der ersten Phase ist die Realisierung der Basisfunktionalität der Process Collaboration Serviceplattform, die im Rahmen der zweiten Phase verfeinert und ausgebaut wird.
Mit dem Projekt werden Grundlagen neuer wissens- und lernorientierter Telekommunikationsdienste rund um Geschäftsprozesse geschaffen. Die Erkenntnisse werden für die prototypische Entwicklung neuer und Weiterentwicklung bestehender Produkte genutzt.
